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Der Jahresstart wurde geladen und Häppchenalarm installiert!

Na, seid ihr alle gut bis hierhin gekommen? Falls ihr euch über die Überschrift wundert und glaubt, ich hätte sie nicht mehr alle, dann ... Naja, ich schau abends im Dschungel vorbei, daher erübrigen sich Fragen. Aber die Sache mit dem Jahresstart erkläre ich euch später. Doch die wichtigen Dinge kommen zuerst. 

 

Geplante Planung und eine Schelte

 

Einige – so viele, danke ihr Lieben! – von euch haben es dank der Vorbestellung schon erfahren: Hunnytown Band 1 kommt nicht Anfang, sondern Mitte Februar. Das hat recht viel mit meiner geplanten Planung (tm) und der darauffolgenden Schelte zu tun. Ich hatte mir ein klein bisschen zu viel auf den Tisch gehäuft, der sich darüber gar nicht freute und schier unter der Last ächzte, sodass jemand mich vom Umplanen überzeugt hat. Vielleicht wurde ich auch mit der Bratpfanne bedroht und gezwungen. Aber dafür kam echt was Gutes dabei raus. Wollt ihr einen Blick erhaschen? Blöde Frage, ihr habt es eh schon gesehen.

  • 15. Februar – Hunnytown 1
  • 01. Mai – Hunnytown 2
  • 20. Juni – Legenden der Zeit 1
  • 01. August – Flucht ins Leben 
  • 15. Oktober – Gabe der Opfer
  • 20. Dezember – Legenden der Zeit 2

Im nächsten Jahr hat sich auch etwas geändert. Ihr bekommt Hunnytown wieder im Frühjahr und nicht erst im Herbst. Ist zwar wegen der Jahreszeiten nicht perfekt, aber so müsst ihr keine anderthalb Jahre warten. Im Sommer dürfte Einfach nur Ich auf der Liste stehen, was im Herbst ist, weiß ich noch nicht. 

 

Bei Legenden der Zeit handelt es sich um vier Kurzromane, die dann nächstes Jahr abgeschlossen sind. 

 

Jetzt geht es los: Hunnytown

 

Ich hatte es schon auf Facebook erwähnt: Heute habe ich die letzten Sätze des ersten Teils geschrieben. Zugegeben, ein oder zwei leuchtende Ausrufezeichen haben durchaus die Notiz: ›hier kommt noch das hin‹, hinterlegt. Aber das sind Kleinigkeiten. Dank meines neuen fantastischen Blicks auf die Welt, werde ich wohl dieses Mal mit aller Sehschärfe korrigieren können. Und mich sicherlich fragen, ob das Zeug, über das ich geschrieben habe, auch einen Einfluss auf die Autorin hatte. Bis ihr diese Frage selbst für euch beantworten könnt, ist ja nicht mehr allzu lange hin. Aber es ist Sonntag, die Sonne scheint (also das tat sie vor der Dämmerung) und ihr bekommt mal ein Häppchen: 

 

1. Häppchen Hunnytown - Neuanfang mit Leiche

 

Nun standen sie am Fuß einer schmaleren Treppe, die zum Dachgeschoss führte. Nick hatte schon den Schuh auf die erste Stufe gesetzt gehabt, als er verharrte. Aus dem Dachgeschoss kamen Geräusche, die irgendwie kratzend, aber auch schabend klangen. 

»Leben Marder in dieser Gegend?«, hakte Caleb nach. Trotz des von der Holzvertäfelung geschluckten Lichts konnten sie beide sehen, dass die Tür zum Dachgeschoss einen Spalt offen war. Was oder wer auch immer dort war, konnte immer rauskommen. In seiner Vorstellung hatte Nick gleich einen Marder im Gesicht.

»Wir sind in der Natur. Hier lebt alles, inklusive Wildschweine.« Auf Calebs erschrocken aufgerissene Augen fügte er an: »Ich habe noch nie von Wildschweinen auf dem Dachboden gehört.«

Nick riss sich zusammen und marschierte die Treppenstufen hoch. Es konnte doch nicht sein, dass er sich von Geräuschen davon abhalten lassen würde, auf den Dachboden zu gehen. Ein Teil in ihm teilte ihm jedoch mit, dass Geräusche auch nur eine nette Ablenkung vom Wesentlichen seien. Es stimmte. Er mochte bestimmt wirken und ohne Zögern die Stufen erklimmen, doch fühlte er sich, als würde er durch ein Moor waten und um jeden Zentimeter Wegstrecke kämpfen müssen. 

Er streckte die Hand aus und stieß die spaltoffene Tür vorsichtig auf. 

Kein Geräusch. Nichts. 

Der Dachboden war dunkel, durch die kleinen Dachfensterchen kam kaum noch das Licht der Dämmerung herein. 

»Siehst du was?«

Calebs Stimme drang zu ihm und er schüttelte den Kopf. »Nicht wirklich.« Nick zog sein Smartphone aus seiner Hosentasche und schaltete die Taschenlampe ein. Im grellen Licht turnten die Staubkörner in der Luft umher und Spinnenweben glitzerten. Der Dachboden war in einzelne Bereiche unterteilt, wobei sich etwas in ihm weigerte, sich den Bereich links von ihm, den, ohne Dachfenster, anzuschauen. Trotzdem setzte er Fuß vor Fuß und ging zu der Stelle, an der eine hüfthohe Kommode, die vor den Stützpfeilern des Daches stand, den Raum abteilte. Er beugte sich über die staubige Kommode und sprang zurück. 

Es fauchte und knurrte, doch rührte sich nichts. 

Bis auf an seiner Seite, denn dort raschelte und polterte es leicht, dann drang die ihm wohlbekannte Stimme Calebs an sein Ohr. Sein Partner hatte sich auf allen vieren auf den Boden gehockt und machte lockende Geräusche, die sich fast schon kindlich anhörten. Aus dem Schatten unter der Kommode kam zuerst eine braune Pfote mit weißer Zehe, dann eine weiße Pfote mit dem Rest des Unruhestifters zu Tage. 

»Aw, schau nur, sie ist niedlich«, rief Caleb. Seinem zweifelnden Blick war sich sein Freund wohl nicht bewusst. »Und wie schön sie ist. Schau nur, sie ist dreifarbig.«

Dicht bei Caleb hockte eine kleine Katze, die seinen Freund auffordernd anstarrte und sich daraufhin streicheln ließ. Ihm selbst warf die Katze nur einen kurzen Blick zu, den er fast schon verachtend nannte. Aber das konnte seine Einbildung sein. Oder wussten Katzen, wenn Menschen keine Katzen mochten?

Bevor er etwas sagen konnte, polterte es leise über ihm und er fand sich mit einem weiteren Fellbüschel auf der Schulter wieder. Er schaffte es noch, das Smartphone auf die Kommode zu legen, denn das Fellbüschel kraxelte auf ihm herum und ging fest davon aus, dass er es festhalten würde. Obwohl es ihm widerstrebte, machte er genau das. 

»Um Mäuse müssen wir uns wohl nicht sorgen?«, versuchte Nick die Situation für sich zu retten. Sein eigenes Fellbüschel versuchte, den Kopf an seinem Kinn zu reiben.

»Nein, dafür haben wir jetzt Haustiere«, stimmte Caleb ihm zu. 

War es Zufall oder warum wandte die bunte Katze ihren Blick just in dem Augenblick in seine Richtung, als auch Caleb ihn ansah?

»Wir behalten sie, oder?«, hakte sein Freund nach. »Guck ihn dir an. Der mag dich.«

Ob ihn das grau-schwarz gestreifte Fellbüschel auf seinem Arm mochte, wusste Nick wirklich nicht. Den Geräuschen nach zu urteilen knurrte das Tier aber nicht, auch machte es kaum den Anschein, sich baldigst einen neuen Platz suchen zu wollen. 

»Wir schauen mal«, murmelte er und wandte sich um, sodass er den Rest des Dachbodens – mit Tier auf dem Arm – sehen konnte. Das Fellbüschel hatte damit wohl ebenso so Probleme, wie sein Innerstes, denn es krallte die Pfoten in seine Brust, als wolle es ihn aufhalten. Was natürlich Schwachsinn war, wie er sich einredete. Er steckte mit seinem unerklärlichen Unwohlsein nur das Tier an.

»Lass uns wieder runtergehen. Wir müssen noch die Sachen aus dem Wagen holen, ich mag nicht in den Schränken nach Decken oder so suchen.«

»Einverstanden. Komm, wir gehen runter, ja?« 

Nick wollte zuerst entgegnen, dass er eben diesen Vorschlag gemacht hatte, dann wurde ihm klar, dass Caleb überhaupt nicht mit ihm sprach. 

Offenbar musste er sich seinen Freund, kaum hier angekommen, gleich mit jemandem teilen. Sein Fellmonster maunzte an seinem Hals. Vielleicht müssten sie sich auch gegenseitig teilen.

 

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Ich plane bis zur Veröffentlichung noch zwei oder drei längere Leseproben. Natürlich nicht die, die meine Fiesheit offenbaren und euch etwas über Päckchen verraten. Die beiden Verräter auf dem Foto wollten dieses Mal übrigens bestochen werden, damit sie sich aus ihrem Schläfchen erhoben. Und das, obwohl sie sonst in alles reinkrabbeln, was auch nur reinkrabbelbar aussieht.

 

Oh, der Jahresstart – da war ja was

 

Ich habe beschlossen, dass der Jahresstart grundsätzlich zu den Fake-News gehört und eigentlich nur dafür geschaffen wurde, alles und jeden unter Druck zu setzen. Denkt nur an all die Vorsetze! Nein, Vorsetze sind Absicht, immerhin setzt man uns in all den bunten Heftchen an der Supermarktkasse allerhand Pflichten und Vorgaben vor, sodass es nur ›vorgesetzte Vorsetze‹ sein können. 

Ja, vielleicht habe ich mir das jetzt ausgedacht, weil meine Vorsätze sich kollektiv im Ausguss entsorgt haben. Aber ist es nicht so, dass, sollte man den Jahresstart selbst festlegen, eigentlich immer die Chance hat, die Vorsätze pünktlich umzusetzen? Das chinesische Neujahr ist übrigens am 01. Februar. Falls es nicht mit der Diät, dem Sport (hust), dem Nichtrauchen (hust), Alkoholverzicht (räusper) und dem am 31.12. noch kurz vor dem Sektkorkenknall aufgeschriebenen Vorsatz, jetzt ganz endlich mal Strickhäckelnähen zu lernen, geklappt hat: Dienstag kann der nächste Versuch starten. 

 

 

So, da mir gerade ein dreifarbiges Katzenwesen in den Rücken starrt, mache ich an dieser Stelle Schluss. Ist besser. 

 

Bleibt neugierig 

 

Eure Ash