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Wochenrückblick: Ich habe mein Idol gefunden

Es ist Zeit für den Wochenrückblick. Vorab muss es einen Disclaimer geben, denn einige Teile dieses Beitrags könnten zu falschen Schlüssen führen: Nein, ich bin nicht depressiv, ich bin sogar verdammt gut gelaunt. Aber für alles Weitere müsst ihr weiterlesen. 

 

Mein Idol: ein Haus

 

Das Titelbild dieses Beitrags zeigt tatsächlich mein Idol. Es wurde 1836 gebaut und soll bis 1982 als Stall und ländlicher Betrieb genutzt worden sein. Ich kann das nicht so wirklich bestätigen, irgendwie war ich zu der Zeit noch nicht wahrlich recherchemäßig unterwegs. Das heißt, es hat zwei Weltkriege plus wahrscheinlich zig kleinere Gemetzel überstanden und blieb stehen. Jetzt ist es im Besitz eines Investors, der gerne den Grund, aber nicht das Haus haben will. Doch was auch immer der Investor macht (Dach abdecken, verkommen lassen), es bleibt stehen. Im hinteren Bereich ist ein Teil mal eingestürzt, aber auch da zeigten die Wände Bestand: Das Waschbecken hing samt Armaturen für knapp ein Jahr in der Luft. Sturm, Schnee, Hitze, Regen – was auch immer passiert, das Haus bleibt stehen. Und selbst die notdürftige Plane samt neuen Stützbalken halten am alten Holz. 

 

Irgendwie habe ich mir gedacht, dass das ein perfektes Idol ist. Was auch immer geschieht, du musst nur deine Mittelfinger Dachbalken gleich in die Luft recken. Und ich gebe zu, einer meiner Lieblingsfilme ist »Life as a House«. Der Film heißt in Deutschland wohl »Das Haus am Meer«. Für den Titel sollte der Titelgeber nachträglich ... nein, ich sag das jetzt nicht. 

 

Und die Woche? 

 

DANKE!!!! 

 

Eigentlich möchte und muss ich nicht mehr sagen, oder? Ich mein, IHR seid es, die mir seit Dienstag dieses grenzdebile Grinsen ins Gesicht zaubern. Ganz ehrlich: Gut, dass ich erst Anfang März zum Psycho-Onkel muss, aktuell würde der vermutlich die falschen Schlüsse ziehen. Ihr seid alle echt wunderbar und toll. Und noch mehr freue ich mich natürlich, dass ihr in Hunnytown für einige Zeit wohnen wollt. Nehme ich die Vorbestellungen als Grundlage, dann wird das spießige Kaff (ja, ich weiß, Kleinstadt) künftig von vernünftigen Personen bewohnt. An dieser Stelle dürft ihr mir übrigens gerne Ärgernisse mit Baugenehmigungen oder Vorgaben mitteilen. Ich habe schon sämtliche Urteile und Streitfälle rund um Kleingartenanlagen durchforstet, aber wenn ihr noch jemandem etwas reinwürgen möchtet: Ich habe da mindestens ein Grundstück, welches entsprechend gestaltet werden muss. 

 

Einen besonderen Dank sende ich nun virtuell knapp 100 Meter weiter. In dem Wind geht das ja recht fix. Matty hat mir nicht nur bei Print-Krisen beiseite gestanden, sie hat den Tritt in den Hintern geübt und setzt ihn nun perfekt. Ja, ich habe das Printcover irgendwie selbst gestaltet. Und kam gleich noch auf die Idee, wie ich es üben kann. 

 

Für euch eventuell interessant

 

Für diejenigen, die gerade in der Schlange zur Anmeldung in Hunnytown stehen, mag es interessant sein. Denn ich versuche mich mal an diesem Boxset-Dingens. Sprich: »Loving Discipline« und »Die Erwählten« bekommen ein Boxset und damit auch ein Print-Sammelband. Ich habe keine Ahnung, aber angeblich mögt ihr da draußen Sammelausgaben als E-Book und Print. Ich brauche Übung, damit ich beim nächsten Printcover nicht wieder verzweifle, also ist es nur praktisch, wenn ich die beiden Bücher dafür nehme. 

 

  • Hinweis: Das E-Book-Sammelband vom Verstand hat NICHT die Innencover, die die Printausgabe hat. Für das Print habe ich vor Wochen schon Innencover und Szenenbildchen erstellt, die ich aber niemals ins E-Book bekommen kann. 

 

Drei Dinge, die ich diese Woche gelernt habe

 

Stellt euch Arya Stark in Braavos vor. Sie sollte, den Faceless Men nach, täglich drei Dinge beobachten oder lernen. Ich mag das Prinzip eigentlich, daher bin ich interessiert daran, was ihr diese Woche gelernt habt. Bei mir waren es: 

 

  • Amazon ist freundlich – ja, wirklich. Ich hatte alle Klappentexte für die neuen Vorbestellungen in meinem Texter-Dokument geschrieben und vergessen, die Formatierungen über den Editor rauszulöschen. Das Problem ist ja, dass man einmal abschickt, aber dann eine ganze Zeit nicht mehr das Buch bearbeiten kann. Als das Erste freigegeben war, hab ich die Änderungen gemacht. Und was geschah? Alle anderen ›falschen‹ Formatierungen wurden wortlos durch einen Amazon-Mitarbeiter geändert. Vermutlich wollte sich die arme Person (m/w/d) nur Arbeit ersparen, ich will allerdings wissen, wohin ich Pizza liefern lassen kann. 
  • Hilfslinien – wenn Ash drei Stunden am PC hockt, und nicht die leiseste Ahnung hat, wie sie die Printvorlage von Amazon in GIMP umsetzen kann, kommt jemand vor (ihr kennt den Engel), holt einen zum Spaziergang (ja, wir waren auch im Sturm spazieren) ab, und sagt mal ganz nebenbei, dass man das einfach so vom Lineal außen verschieben kann. Gut, Ash kennt jetzt Hilfslinien, was schon einmal toll ist. Wenn ich nun noch den einfachen Weg mit Schattierungen finde, bin ich happy. Ich habe allerdings vergessen, das Bild beim Printcover zu verdunkeln. Lebt bitte damit. 
  • Two-faced people – eigentlich wollte ich in meinem Blog Deutsch reden, aber in diesem Fall wäre das Duisburger/Altenessener/Bochumer-Gossenklartext. Für Ruhrpottler aus nicht genannten Gebieten, die sich ausgegrenzt fühlen: Ihr kennt auch die Begrifflichkeiten. Schon lange hatte ich das Gefühl, langsam habe ich die Gewissheit, dass man mich runterbringen will. Was irgendwie nicht wirklich funktioniert, aber das werde ich nicht verraten. Man muss schon so gut mit mir befreundet sein, um zu wissen, wie ich wirklich reagiere. Aber es ist schon interessant. Erst vor wenigen Jahren habe ich eine einstige Freundin verloren, als die ihre Wechseljahresphase eingeläutet hat (Hey! Du MUSST Verständnis für Stimmungsschwankungen haben!!!!111!!! Nee, habe ich nicht. Oder nur gegenüber denen, die meine Stimmungsschwankungen, die IMMER da sind, auch verstehen.)

 

Die Ash hat Pläne

 

Ja, ganz abseits meiner Leidenschaft für handschriftliche Notizen (ich führe mittlerweile Wochen-To-Do-Listen) sehe ich endlich mal Licht am Ichmussdringendmallautschreien-Tunnel. Es sieht so aus, als könnte ich dieses Jahr echt mal was erleben. Wer so schreibfaul ist wie ich, gern dem Rattenfänger (nein, nicht denen, die rechts immer anecken) zuhört, sich sicher ist, dass die Götter die Erde im Suff erschaffen haben und gerne mal das Horn heben oder Thors Hammer genießen: 

 

Habt ihr Bock? Ich werde am Fühlinger See (Köln) sein, vermutlich auch in Luhmühlen (Lüneburger Heide), Amphitheater Gelsenkirchen und mindestens einmal im Ruhrcongress Bochum (die Termine liegen dicht beieinander und ich bin alt) – die Turbohalle O ist wohl auch mit dabei. Mit dem letzten Begriff habe ich mich jetzt als uralt geoutet. 

 

Das alles ist allerdings noch unsicher: Wann ich wohin gehe, entscheide ich, wenn ich weiß, wann die Sabaton-Tour startet. Die muss ich überleben und mein Ticket ist für mitten im Moshpit. Ich bin echt mittlerweile untrainiert.

 

Falls das alles ein wenig seltsam klingt: Eine Nebendiagnose von mir ist Sozialphobie. Ich konnte die Sache stets gut im Griff halten, weil ich jährlich auf mehreren Konzerten oder so war. Da kann ich mich ablenken, Frust und Alles rausschreien und keiner bekommt es mit. Das war natürlich jetzt zwei Jahre lang nicht möglich, zudem fiel für mich mein ›Sicherheitsnetz‹ vollständig aus. Selbst Serien wie der Mando können das nicht gänzlich ersetzen. Konzerte sind für mich also mehr, als das bloße Vergnügen. 

 

Und zum Abschluss? 

 

Zum Abschluss sage ich euch heute einfach mal: Bleibt neugierig und seid, wie das Haus. 

 

Eure Ash