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Standuhren? Danke Netflix!

Standuhren? Danke Netflix, ich wollte ein Märchen schreiben!

 

Kennt ihr das noch? Ihr habt die Glockenschläge der Standuhr, die bei euren Eltern oder Großeltern stand, noch heute im Kopf. Tatsächlich, denn wenn bei »Legenden der Zeit« die Standuhr im Wohnzimmer elf Mal schlägt, tut sich was am Gartenteich. Tiere werden zu Menschen, doch nur, bis die Standuhr die düsteren 12 schlägt. Es ist ein Märchen. Und die Autorin bekommt gerade Panikattacken, wenn sie nur eine solche Uhr sieht. 

 

Brüder: Hättet ihr nicht eine Armbanduhr nehmen können? 

 

Wie soll ich jetzt erklären, dass meine Standuhr zwar die magische Stunde einläutet, aber nicht ins Upsidedown führt? Liebe Duffer-Brüder, Armbanduhren hätten doch auch genügt? Ihr hättet auch eine Sonnenuhr nehmen können. Warum habt ihr ausgerechnet MEINE Standuhr genutzt? Das Teil habe ich ständig im Kopf und vor Augen und jetzt mache ich mir echt Sorgen, was passiert, wenn ich diese Geschichte über vier Teile schreibe? 

 

Wer nicht weiß, von was ich spreche: Wer in der neuen Staffel von Stranger Things eine Standuhr sieht, der ist kurz danach tot. Oder eine Trophäe. Wie auch immer, wer die Standuhr sieht, der hat verschissen. 

 

»Legenden der Zeit« ist und bleibt eine Märchen-Legende

 

Es gibt keine Dämonen, es gibt keine Monster, es gibt keine Superhelden – außer die Menschen an sich. »Legenden der Zeit – Liebe im Sekundentakt« ist und bleibt der Auftakt zu meiner Märchen-Legenden-Reihe, in der ein Fluch natürlich einen tiefgründigeren Sinn hat (hey, Märchen brauchen so etwas), der allerdings perfekt zur heutigen Zeit passt. Und die Helden sind zwei Dreikäsehochs, die den Ansichten der dummen Erwachsenen nichts abgewinnen können, sondern ihr eigenes Ding machen. Und ganz nebenbei dafür sorgen, dass die Gestaltwandler ihre Menschenform nicht nur eine Stunde am Tag einnehmen können und dabei hoffen müssen, dass der Partner nicht in tierischer Gestalt gestorben ist. 

 

Natürlich habt ihr eure Romanze in Goldfisch-Eulen- und Hund-und-Katz-Gestalt auch mit an Bord. Ich kenne euch doch. Zugegeben, Jack wird aktiv, weil er Goldfisch und Eule zu oft bespannert und einen unheimlichen Sinn für Gerechtigkeit hat. Was, angesichts eines Zehnjährigen Charakters, natürlich zu eher zurückhaltenden Szenen führt. 

Wer erst jetzt neugierig wird - oder wer noch nicht gemerkt hat, dass er Teil 2, aber nicht Teil 1 vorbestellt hat - der kann das hier nun nachholen. Die Reihe erscheint auf Amazon und in den Tolino-Shops, Start ist der 20.06.

 

Und sonst so? 

 

Wenn ich jemanden wirklich hasse, dann will ich künftig in der Lage sein, diese Person mit Fibromyalgie zu belegen. Ja, ich will den Fibro-Fluch. Es ist zum Erbrechen. Seit zwei Jahren habe ich Fibromyalgie gepaart mit ME/CFS, also dem chronischen Erschöpfungssyndrom. Letzteres kommt nur in massiven Schüben vor, dafür aber echt heftig. Ganz ehrlich, ich will einem gewissen Arschloch, das sehr große Tische bevorzugt, den Scheiß gerne an die Backe heften. Wer es morgens gerade mal schafft, Kaffee zu kochen und sich danach zwei Stunden ausruhen musst, der kann keine Länder überfallen. Mist, jetzt wurde ich doch politisch. Ich gleiche es damit aus, dass auch Typen mit seltsamen Frisuren in den Genuss kommen können. Mit Toupet oder einfach nur mit ner Scheißfrisur. 

 

Ich war nun gut eine Woche absolut platt, dafür kenne ich nun jeden Zentimeter meines Körpers, denn eigentlich tat irgendwas immer weh. Geholfen hat schließlich am Sonntag eine Tomatenpflanze der anderen Art. 

 

Wenn sich die Ash nicht bewegt

 

Dann liest sie. Aktuell lese ich eine echte Weiberschnulze - und möchte auf jeder Seite den Mageninhalt recyceln: »Can you Keep a Secret« von Sophie Kinsella. Zugegeben, mir fehlen noch sechzig Seiten, doch ich bin mir sehr sicher, dass diese Autorin der Meinung ist, Frauen müssten einen Kerl wählen, der sie vor einer ganzen Nation im TV (!!!) bloßstellt. Gut, für euch habe ich nachgeguckt: Natürlich ist diese dumme Kuh so doof und nimmt den Kerl. Das ist definitiv eines der Bücher, die ich mit Freude zurück in den Bücherschrank pfeffere. Der Klappentext las sich übrigens gar nicht so übel. 

 

Und sonst? Muss ich es wirklich erwähnen? Natürlich schau ich Stranger Things und schaffe es bald zum Staffelende. Und ich schau Kenobi. Den ich weiterhin nicht mag (mochte ich noch nie), aber Mini-Leia ist grandios und diesem Vader möchte nicht einmal ich im Dunkeln begegnen. Dabei bin ich doch ein Anakin-Vader-Fangirl. 

 

Oh, und da wären die Jungs. Die hebe ich mir für die Wartezeit zwischen Staffel 4.1 und 4.2 von ST auf. Gib mir meinen über den Dächern onanierenden Homelander. 

 

Es hat geklappt!!!!

 

Ich glaube, ich habe es im Newsletter erwähnt. Ich habe meine Arbeitszeit verändert und den Freitag auf die Woche verteilt. Man glaubt es kaum, ich habe freitags tatsächlich frei. Drei Tage pures Schreibvergnügen vollbringt wahre Wunder. Der Unterschied zu den restlichen Wochentagen ist wirklich spürbar. Ich habe ja das Problem, dass mein beruflicher Stil vollkommen anders ist als der beim Schreiben, ergo brauche ich immer einige Zeit zwischen Job und Buch. Drei Tage am Stück nur schreiben ist wirklich eine Wohltat. Ich komme nicht einmal auf den Gedanken, einem Charakter eine Baufinanzierung unterzujubeln. 

 

Bis dann, 

 

Ash